Jusos begrüßen Ausweitung der Bildungsfreistellung

Die Jusos Rheinland-Pfalz freuen sich über die Änderung des Bildungsfreistellungsgesetzes für Auszubildende in Rheinland-Pfalz. Die rot-grüne Koalition in Rheinland-Pfalz hat es möglich gemacht und schafft somit mehr Freiräume für die (Weiter)Bildung von Auszubildenden in Rheinland-Pfalz. Wir Jusos und unsere befreundeten Jugendverbände kämpfen seit Jahren für eine Erhöhung der Bildungsfreistellung um ehrenamtliche Tätigkeit und Weiterbildung ermöglichen zu können. Die Kernpunkte der Neuerung sind einerseits der Anspruch auf Bildungsfreistellung bereits sechs Monaten nach Bestehen des Ausbildungsvertrages. Vorher mussten Azubis 12 Monate warten, bevor sie die Möglichkeit hatten, Seminare oder Workshops zu besuchen. Der wichtigste Punkt aber ist die Erhöhung der Bildungsfreistellung von drei Tagen während der gesamten Ausbildung auf fünf Tage pro Jahr. Mit diesem Gesetz, welches am 01. Januar 2013 in Kraft tritt, folgt Rheinland-Pfalz einigen anderen Bundesländern, wie etwa Hessen, Hamburg oder Brandenburg.

„Mit der längst fälligen Generalüberholung dieses Gesetzes, welches seit fast 20 Jahren unverändert besteht, setzt die SPD eine weitere Forderung ihres Landtagswahlprogramms um. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass einige Weiterbildungsmaßnahmen eine Woche in Anspruch nehmen. Diese waren den Azubis in Rheinland-Pfalz bis jetzt verwehrt worden – auch ein Grund dafür, dass der „Bildungsurlaub“ bis jetzt nicht oft genutzt wurde. Das kann sich mit der Anpassung an die Wünsche von jungen Menschen nach Weiterbildung mit der Neuerung ab 2013 ändern. Wichtig ist auch, dass Azubis nun nicht mehr 12 Monate warten müssen, bevor sie ihr Recht auf Bildungsfreistellung einfordern können. Gesellschaftliche Bildung fördert die Demokratie und sollte damit allen Jugendlichen hinreichend möglich sein. Dies wird jetzt erleichtert“, so Andro Scholl, Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz.

„Bürgerbeteiligung, ehrenamtliches Engagement und Mitbestimmung kennzeichnen für uns eine lebendige Gesellschaft. Ausbildungsstrukturen erschweren mitunter ehrenamtliches Engagement. Um sich in außerschulischen Kontexten weiterbilden zu können und somit gesellschaftspolitisch mitreden zu können, ist die Möglichkeit sich bezahlt während der Ausbildung freistellen zu lassen, enorm wichtig. Ob Seminare zur Qualität der Ausbildung, Rhetorik- oder Sprachkurse – die Bandbreite an Möglichkeiten ist vielfältig. Mit der Neuerung des Bildungsfreistellungsgesetzes haben Azubis in Rheinland-Pfalz nun mehr Möglichkeiten, die es aber im gleichen Zusammenhang gilt, publik zu machen. Somit erfahren ehrenamtlich tätige Jugendliche Anerkennung und die Möglichkeit sich auch während ihrer Ausbildung für die Gesellschaft einzusetzen“, ergänzt Jaqueline Rauschkolb, stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Rheinland-Pfalz.